Tipps für die Herbstfotografie

10 Tipps für die Herbstfotografie

Alles, was Sie wissen müssen, damit Ihnen farbintensive, ausdrucksstarke Fotos gelingen!

Der Herbst ist für Fotografen eine der vielseitigsten und inspirierendsten Jahreszeiten. Landschaften in prachtvollen Herbstfarben, üppig sprießende Pilze und atmosphärische Wetterphänomene - der Herbst steckt voller Überraschungen. Planen Sie einen herbstlichen, kreativen Foto-Tag? Wir helfen Ihnen gerne auf den richtigen Weg. Lassen Sie sich von unseren nachfolgend erläuterten, praktischen Tipps inspirieren und Sie kehren garantiert mit prachtvollen Herbstfotos nach Hause! 

Mit Farben spielen

Der Herbst verleiht den einst sommerlich grünen Laubbäumen und Sträuchern ein neues Gewand in mannigfaltigen Farben. Diese Farbenpalette umfasst verschiedene Nuancen von Grün, Gelb und Orange bis hin zu dunklem Rot und warmem Braun. Zudem bieten Ihnen variantenreiche Pilze, Moos und herbstliches Laub zahlreiche Möglichkeiten für kreative Bildkompositionen. Die goldene Stunde, also jene Zeitspanne kurz nach dem Sonnenaufgang oder kurz vor dem Sonnenuntergang, ist für viele Fotografen der beste Moment des Tages, um Ihre fotografischen Ideen umzusetzen. Im Herbst erhält die goldene Stunde durch die ausdrucksstarken, facettenreichen Herbstfarben ein geheimnisvoll anmutendes, nahezu magisches Flair.

Nebel (Planen Sie für Ihre Foto-Tour einen frühmorgendlichen Aufbruch ein)

Nebel gehört zu den atmosphärischen Wetterphänomenen, die sich das ganze Jahr hindurch ereignen können, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Nebel im Herbst auftritt, besonders hoch. Dies kann sich als hervorragende Gelegenheit für faszinierende, naturinspirierte Aufnahmen erweisen! Nebel kann einer Landschaftsaufnahme eine geheimnisvoll anmutende Atmosphäre verleihen. Mit Nebel und Sonnenlicht lassen sich äußerst ansprechende, stimmungsvolle Aufnahmen gestalten. Der Schatten von Bäumen bildet beispielsweise einen markanten Kontrast zu den filigranen Schleiern der einfallenden Sonnenstrahlen. Diese Sonnenstrahlen erhalten durch die neblige, feuchte Luft eine zusätzliche Dimension und sind aufgrund ihrer prägnanten, optischen Wirkung auch als Sonnenharfen bekannt. Die im Nebel enthaltene Feuchtigkeit bleibt auch in Spinnennetzen hängen und schmückt diese oft mit kleinen, silbrig schimmernden Wasserperlen.

Auf Details achten

Die herbstliche Natur bietet ein buntes Potpourri faszinierender Details. Zu diesen gehören die vor allem in Waldgebieten üppig sprießenden Pilze, Blätter in subtilen Herbstfarben und filigrane, geheimnisvoll anmutende Spinnen. Gehen Sie daher mit offenen Augen durch die Natur und haben Sie einen Blick für Details, die Ihre Kreativität inspirieren. Häufig finden Sie die Quellen Ihrer Inspiration fernab der üblichen Spazierpfade und Wanderrouten. Werfen Sie einen Blick auf die Rückseite eines umgefallenen Baumes; möglicherweise entdecken Sie ein interessantes Foto-Motiv, das dort unbemerkt in seinem Schatten sprießt oder Sie entdecken eine kleine Pfütze mit faszinierenden Spiegelungen!

Verwenden Sie ein Stativ

Falls Sie Aufnahmen mit kleiner Blende erstellen oder Ihre Fotos in den frühen Morgenstunden aufnehmen, kann es vorkommen, dass die Lichtverhältnisse nicht ausreichen, um aus der Hand zu fotografieren. Verwenden Sie deshalb ein (Makro-)Stativ, mit dem Sie Ihre Kamera stabil positionieren können. Falls Ihnen der Untergrund hierbei Probleme bereitet, können Sie auch auf ein GorillaPod zurückgreifen. Dies lässt sich dank seiner flexiblen Beine problemlos an Zweigen oder Zäunen befestigen.

Nehmen Sie zu Ihrer Foto-Tour in die Natur einen Polarisationsfilter mit

Im Herbst sind unerwartete, plötzliche Regenschauer nicht gerade selten. Nasse Blätter reflektieren das Licht und dies kann sich unter Umständen recht nachteilig auf die Qualität Ihrer Aufnahmen auswirken. Indem Sie bei Ihrer fotografischen Arbeit einen Polarisationsfilter verwenden, verhindern Sie das Auftreten unerwünschter Spiegelungen und Reflexe. Zudem intensiviert ein Polarisationsfilter den Kontrast der verschiedenen Herbstfarben, sodass sie besser zur Geltung kommen.

Nutzen Sie das subtile Herbstlicht für Porträtaufnahmen

Der Herbst bietet eine Fülle facettenreicher Naturmotive, jedoch bietet ein schöner Herbsttag auch die perfekte Gelegenheit für hochwertige Porträtaufnahmen. Das warme Licht und die filigrane Farbenvielfalt lassen sich als atmosphärischer, stimmungsvoller Backdrop nutzen. Planen Sie eine familiäre Tagestour in den herbstlichen Wald? Nutzen Sie diese Gelegenheit, um einige ausdrucksstarke Porträtaufnahmen oder spontane, naturinspirierte Fotos zu erstellen.

Wählen Sie hierfür einen bewölkten Tag aus.

Es mag zunächst wenig reizvoll erscheinen, an einem grauen, bewölkten Tag in der Natur unterwegs zu sein, aus fototechnischen Erwägungen heraus sollten Sie dies jedoch einmal probieren. Hartes Sonnenlicht kann nämlich große Kontraste hervorrufen, die verhindern, dass die Farben ausreichend zur Geltung kommen. Für Ihre fotografische Arbeit sind die an bewölkten Tagen herrschenden Lichtverhältnisse am günstigsten. Daher sollten Sie diese in jedem Fall nutzen!

Ergänzen Sie Ihre Ausrüstung mit einem Müllbeutel oder einer Plastiktasche.

Falls Sie ein Motiv in freier Natur dicht am Boden ins Bild setzen möchten, leistet Ihnen ein Müllbeutel oder eine Plastiktasche gute Dienste. Für die schönsten Aufnahmen ist es manchmal erforderlich, sich auf den Boden zu setzen oder zu legen. Um schmutzige oder nasse Kleidung zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Ausrüstung mit einem Müllbeutel zu ergänzen. Benutzen Sie diesen bei Bedarf als Unterlage auf dem nassen Waldboden und dem Gelingen faszinierender Aufnahmen steht nichts mehr im Weg!

Achten Sie auf Ihren Weißabgleich

Damit die Farben in Ihrer Aufnahme wärmer erscheinen, ist es ratsam, den Weißabgleich auf "Bewölkt" einzustellen. Dies sorgt für wärmere Farben. Hierbei sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Farbe des (blauen) Himmels keinen Gelbstich erhält.

Beenden Sie rechtzeitig die Nachbearbeitung

Natürlich möchten Sie Ihre Aufnahmen optimieren, indem Sie diese nachbearbeiten. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Aufnahmen authentisch und realistisch bleiben. Sie können Farben zusätzlich verstärken, jedoch sollten Sie vermeiden, dass diese zu grell ausfallen.

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